Mystik und/oder Politik

Vor einigen Jahren haben „Phoenix“ und ich, „Janus“, eine Windowshilfe unter dem Titel „Worte zum Aufwachen“ mit Texten gefüllt, die uns beiden wichtig schienen. Darin war auch der von Marianne Williamson:

Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns: „Wer bin ich denn eigentlich, dass ich leuchtend,
hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf?“
Wer bist du denn es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du dich klein machst,
damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes
zu verwirklichen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns;
sie ist in jedem Menschen.
Wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen,
geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart automatisch auch andere befreien.

Da der Text von Nelson Mandela in einer Rede zitiert wurde, geht das Zitat von Williamson oft als eines von Mandela durch. So geht es ja vielen Texten…

Überrascht war ich jedoch, als ich vorhin sah, dass Marianne Williamson für den amerikanischen Kongress kandidiert:

mariannewilliamsoncongress

Und es löst bei mir (erneut) die Frage aus, wie sich Spiritualität und Politik vertragen (können). Ich bin da etwas ratlos…

 

Die Windowshilfe „Worte zum Aufwachen“ gibt es hier:

http://home.arcor.de/janus7/

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2 Gedanken zu “Mystik und/oder Politik

  1. Matthias Mala schreibt:

    Spiritualität im Sinne von Geistlichkeit war schon immer der Macht zugeneigt. Macht und Politik sind unabdingbar eins. In Williamsons Text geht es eindeutig um Macht und Missionierung. Warum also sollte sie damit aufhören, wenn sich ihr eine reale Chance bietet, geistlichen und politischen Einfluss zu verbinden.

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  2. Nitya schreibt:

    „in der Welt“ und „nicht von der Welt“ sind lediglich zwei Aspekte ein und desselben, so wie vita activa und vita contemplativa nicht zu trennen sind.

    Wenn ein Mystiker Hunger hat, wird auch er (hoffentlich) etwas essen. Es gibt hier kein entweder oder sondern nur ein sowohl als auch.

    Macht ist per se nichts Negatives, Es kommt immer darauf an, wie damit umgegangen wird. Absolute Ohnmacht bedeutet Tod.

    Buddha for President – ich hätte nichts dagegen.

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